Wahlen der Delegierten des administrativ-technischen Personals (ATP) der Universität Zürich 2017

Die Wahlergebnisse sind online!

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Kommentar zu den ATP-Delegiertenwahlen 2017

Die ATP-Delegiertenwahlen für den Einsitz in universitäre Gremien und Fakultätsversammlungen wurden Ende März abgeschlossen. Insgesamt 55 Delegierte des administrativ-technischen Personals wurden gewählt, einige von ihnen übernehmen zwei (12 Personen) oder drei (2 Personen) Ämter. Sobald das ATP als vierter Stand im Universitätsgesetz verankert wird, kommen weitere Gremien hinzu, in denen den Ständen Sitze zustehen. Die Zahl der Wahlberechtigten ist in den letzte zehn Jahren um knapp einen Viertel gewachsen, dies hat vor allem mit der Zuordnung von Personalgruppen zum administrativ-technischen Personals zu tun, die früher nicht hinzugezählt wurden, wie z.B. den wissenschaftlichen Mitarbeitenden in den Fakultäten.

Organisiert wurden die Wahlen dieses Jahr im Auftrag des Generalsekretariats vom Verein des Infrastrukturpersonals VIP UZH, der sich seit 2005 für die Schaffung eines eigenen Standes einsetzt und seit geraumer Zeit die Interessen des ATP gegenüber der Universitätsleitung und den Fakultäten vertritt. Anlässlich der letzten Wahlen 2015 haben denn auch die Fakultäten dazu aufgefordert, auch Delegierte in die Fakultätsversammlungen zu entsenden.

Die Wahlbeteiligung liegt bei 17 Prozent. Von den Ständen kennt nur der VSUZH die basisdemokratische Wahl wie das ATP, dort lag die Wahlbeteiligung 2015 bei 8.84%. Die tiefe Wahlbeteiligung beim ATP kann als Ausdruck dafür gesehen werden, dass die Angestellten der Meinung sind, genügend Einflussmöglichkeit in ihrem Arbeitsbereich zu haben. Aber auch die Einordnung in die "Linie" der Organisationsstruktur und eine daraus entstandene Resignation, was generell die Einflussmöglichkeiten angeht, kann die Ursache für Desinteresse sein und zur Wahlabstinenz führen.

Das grösste Interesse, gemessen an der höchsten abgegebenen Stimmenzahl pro Gremium, haben die Gleichstellungskommission, die Nachhaltigkeitskommission, die Personalkommission und die Lehrkommission bei den Angehörigen des ATP hervorgerufen. Die Anzahl der Wählenden ist im Vergleich mit dem Vorjahr um 18 % gestiegen, allerdings drückt die hohe Zahl der ungültigen Wahlausweise den Zuwachs auf 7%. Wie das Wahlbüro mitteilte, fehlte bei vielen die Unterschrift auf der Wahlkarte und viele schickten die Wahlkarte im selben Kuvert wie die Wahlzettel ein, was wegen des Stimmgeheimnisses nicht erlaubt ist. All diese wurden für ungültig erklärt. In den Vorjahren lag die Zahl der ungültigen Wahlzettel wesentlich tiefer, bei 18 resp. 19 Stück.

Die Tatsache, dass Gremien, die auf dem gleichen Wahlblatt aufgeführt waren, ganz unterschiedlich oft gewählt wurden, kann als Hinweis darauf gelesen werden, wie wichtig oder sinnvoll es erachtet wurde, dass ATP-Delegierte in den verschiedenen Gremien vertreten sind. Die Aufteilung auf die beiden Wahlblätter ist in der letzten Spalte der Tabelle 4 aufgeführt. Die Stimmen für den Senat und die EUL, den beiden höchsten Gremien der UZH, sind stark gesunken und bilden bei den Wahlen 2017 das Schlusslicht.

Auch die 2017 unter den drei ersten Rängen platzierten Gleichstellungskommission und Personalkommission sind von den Stimmberechtigten weniger berücksichtigt worden als bei der letzten Wahl 2015 (vgl. Tabelle 4). Die meisten leeren Wahlzettel wurden für die Bibliothekskommission und die Weiterbildungskommission eingelegt, was darauf schliessen lässt, dass deren Geschäfte vielen nicht bekannt sind. Die meisten ungültigen Wahlzettel fanden sich bei der Mensakommission und der Erweiterten Unileitung. Bei beiden Gremien waren bei der letzten Wahl noch zwei Sitze ausgeschrieben. Es ist wahrscheinlich, dass einige Wählende deshalb zwei Personen ein Kreuz gegeben haben. (Im einen Fall schreibt das Reglement der Mensakommission nur eine/n Delegierte/n vor, dies wurde in den Vorjahren nicht beachtet. Im andern Fall wird dort neu ein Sitz qua Amt dem Co-Präsidium des VIP überlassen.)

Betrachtet man die Wahlbeteiligung bei Gremien mit einem ATP-Sitz nach dem Total dort abgegebener Stimmen, so findet man die Forschungskommission auf dem ersten Platz, gefolgt von der Lehrkommission und der Nachwuchsförderungskommission, alles Gremien, deren Arbeit auf den ersten Blick nicht zum Kerngeschäft des ATP gehören. Die grosse Wahlbeteiligung kann als Ausdruck gesehen werden, dass das ATP auch für Forschung und Lehre, z.B. deren Organisation und Administration, einen wertvollen Beitrag leistet und somit eine Beteiligung erwünscht ist.

 

Grafik Wahlen 2017

Zeitplan der Wahlen

Alle zwei Jahre finden Wahlen statt, mit denen die Delegierten des ATP in den universitären Gremien und Kommissionen bestimmt werden.

Termine für die Wahlen für die Amtsperiode 2017-2019:

  • Nomination der Kandidierenden: 12.12.2016-31.01.2017
  • Publikation der Kandidaturen online: 10.12.2017
  • Wahl der Delegierten: 01.03.2017-21.03.2017
  • Bekanntgabe der Ergebnisse: Ende März 2017